Ressourcenansichten gruppieren

Ressourcen- und Kapazitätsansichten zeigen mehr als eine Liste von Mitarbeitern oder Rollen. Sie können diese Ansichten gruppieren, um Ressourcenbedarf, Ressourcenangebot und Auslastung nach mehreren Merkmalen gleichzeitig zu analysieren.

Die Gruppierung ist besonders hilfreich, wenn ein einfacher Blick auf eine Personal- oder Rollenliste nicht ausreicht. Das ist häufig der Fall bei mehreren Projekten, mehreren Teams, ähnlichen beruflichen Qualifikationen oder einer Mischung aus geplanter Rollenarbeit und konkreter Mitarbeiterzuordnung.

Wann verwenden?

Verwenden Sie gruppierte Ressourcenansichten, wenn Sie klären möchten:

  • welche beruflichen Qualifikationen in welchem Projekt benötigt werden

  • welche Mitarbeiter welchen Rollenbedarf abdecken

  • welche Teams in welchem Projekt belastet sind

  • welche Projekte dieselben Mitarbeiter beanspruchen

  • ob eine Überlastung aus einem einzelnen Vorgang, einem Projekt oder mehreren Projekten entsteht

  • wo freie Kapazität vorhanden ist

Ansicht gruppieren

Ziel: Die Ressourcenansicht wird nach einem oder mehreren Merkmalen gegliedert.

So gehen Sie vor:

  1. Öffnen Sie eine Ressourcen- oder Kapazitätsansicht, zum Beispiel Personal, Rollen, Rollenauslastung oder Kapazitätsabgleich Personal.

  2. Klicken Sie auf Start > Gliederung > Gruppierung.

  3. Wählen Sie die gewünschte Gruppierung.

  4. Prüfen Sie die neu gegliederte Ansicht.

Referenzbild ansicht_personal.png

Referenzbild rollenauslastung.png

Rillsoft Project passt die Ansicht automatisch an die gewählte Gruppierung an.

Referenzbild control_view_struktur_0.png

Eindimensionale Gruppierung

Eine eindimensionale Gruppierung gliedert die Ansicht nach einem Merkmal. Diese Darstellung ist übersichtlich und eignet sich für einfache Auswertungen.

Typische Merkmale:

  • Personal

  • Rolle beziehungsweise berufliche Qualifikation

  • Team

  • Projekt

Zweidimensionale Gruppierung

Eine zweidimensionale Gruppierung kombiniert zwei Merkmale. Dadurch sehen Sie nicht nur die Ressource, sondern auch den fachlichen oder organisatorischen Zusammenhang.

Typische Gruppierungen:

  • Personal > Projekt

  • Team > Personal

  • Rolle > Personal

  • Projekt > Personal

Dreidimensionale Gruppierung

Eine dreidimensionale Gruppierung kombiniert bis zu drei Merkmale. Diese Sicht ist für komplexe Ressourcen- und Portfolioanalysen gedacht.

Typische Gruppierungen:

  • Projekt > Rolle > Personal

  • Team > Projekt > Personal

  • Rolle > Team > Personal

Bezug zur Ressourcenplanung

In der Ressourcen- und Kapazitätsplanung hilft die Gruppierung vor allem bei der Trennung von Bedarf und Angebot.

Nutzen Sie die Gruppierung, um zu prüfen:

  • ob der geplante Rollenbedarf vollständig durch Mitarbeiter abgedeckt werden kann

  • welche beruflichen Qualifikationen knapp sind

  • welche Mitarbeiter für eine Rolle grundsätzlich infrage kommen

  • ob Unterdeckung aus einem Projekt oder aus mehreren Projekten entsteht

  • ob eine Terminverschiebung oder eine andere Zuordnung sinnvoller ist

Bezug zur Personaleinsatzplanung

In der Personaleinsatzplanung hilft die Gruppierung bei der konkreten Zuordnung.

Nutzen Sie die Gruppierung, um zu prüfen:

  • welcher Mitarbeiter in welchem Projekt bereits eingeplant ist

  • ob eine direkte Mitarbeiterzuordnung zu Überlastung führt

  • ob ein Mitarbeiter zur geforderten beruflichen Qualifikation passt

  • ob die geplante Zuordnung auch im Portfolio-Kontext plausibel bleibt

  • ob ein anderer Mitarbeiter mit gleicher Qualifikation verfügbar ist

Typische Entscheidungssituationen

Frage

Geeignete Gruppierung

Welche Projekte belasten einen Mitarbeiter?

Personal > Projekt

Welche Mitarbeiter decken eine berufliche Qualifikation ab?

Rolle > Personal

Welche Rollen fehlen in einem Projekt?

Projekt > Rolle > Personal

Wie verteilt sich die Arbeit im Team?

Team > Personal

Welche Teams sind in welchen Projekten belastet?

Team > Projekt > Personal

Typische Fehler

  • Überlastung wird nur pro Mitarbeiter betrachtet, ohne Projekt, Rollenbedarf oder Unterdeckung zu prüfen.

  • Rollenbedarf wird direkt einzelnen Mitarbeitern zugeordnet, ohne verfügbare Alternativen zu vergleichen.

  • Portfolio-Projekte werden einzeln bewertet, obwohl dieselben Mitarbeiter mehrfach eingeplant sind.

  • Die Ansicht wird zu tief gruppiert, obwohl eine einfache zweidimensionale Sicht ausreichen würde.

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