Direkte Ressourcenzuordnung oder rollenbasierte Planung?¶
Entscheidung¶
Verwenden Sie die direkte Mitarbeiterzuordnung, wenn Projekt und Team klein, überschaubar und fachlich eindeutig sind. Verwenden Sie die rollenbasierte Planung, wenn zuerst der Bedarf nach beruflichen Qualifikationen geklärt und danach die verfügbare Kapazität geprüft werden muss.
Direkte Zuordnung¶
Direkte Zuordnung bedeutet: Sie wählen einen Vorgang und ordnen sofort einen konkreten Mitarbeiter zu.
Diese Vorgehensweise passt, wenn:

nur wenige Mitarbeiter beteiligt sind
Zuständigkeiten bereits feststehen
Arbeitszeiten und Abwesenheiten gut bekannt sind
keine komplexen Engpässe erwartet werden
der Projektleiter die Verfügbarkeit selbst beurteilen kann
Risiko: Engpässe werden oft erst nach der Zuordnung sichtbar.
Rollenbasierte Planung¶
Rollenbasierte Planung bedeutet: Sie planen zuerst den Ressourcenbedarf über berufliche Qualifikationen. Danach prüfen Sie im Kapazitätsabgleich, ob passende Mitarbeiter verfügbar sind.


Diese Vorgehensweise passt, wenn:
mehrere Mitarbeiter dieselbe berufliche Qualifikation besitzen
mehrere Projekte um dieselben Mitarbeiter konkurrieren
Urlaub, Krankheit, Teilzeit oder Schichtkalender relevant sind
Projekttermine von ausreichender Kapazität abhängen
Ressourcenmanager oder PMO an der Zuordnung beteiligt sind
Risiko: Die Planung benötigt mehr Stammdatenpflege, liefert dafür aber eine bessere Entscheidungsgrundlage.
Entscheidungstabelle¶
Situation |
Empfehlung |
|---|---|
Kleines Projekt mit bekanntem Team |
Direkte Mitarbeiterzuordnung |
Mehrere passende Mitarbeiter |
Rollenbasierte Planung mit Kapazitätsabgleich |
Arbeitsfreie Tage sind entscheidend |
Rollenbasierte Planung und Verfügbarkeitsprüfung |
Mitarbeiter ist bewusst gesetzt |
Direkte Zuordnung, danach Auslastung prüfen |
Mehrere Projekte teilen Ressourcen |
Rollenbasierte Planung im Portfolio-Kontext |