Ressourcenansichten strukturieren¶
Ressourcen- und Kapazitätsansichten zeigen mehr als eine Liste von Mitarbeitern oder Rollen. Sie können diese Ansichten strukturieren, um Ressourcenbedarf, Ressourcenangebot und Auslastung nach mehreren Merkmalen gleichzeitig zu analysieren.
Die Strukturierung ist besonders hilfreich, wenn ein einfacher Blick auf eine Personal- oder Rollenliste nicht ausreicht. Das ist häufig der Fall bei mehreren Projekten, mehreren Teams, ähnlichen beruflichen Qualifikationen oder einer Mischung aus geplanter Rollenarbeit und konkreter Mitarbeiterzuordnung.
Wann verwenden?¶
Verwenden Sie strukturierte Ressourcenansichten, wenn Sie klären möchten:
welche beruflichen Qualifikationen in welchem Projekt benötigt werden
welche Mitarbeiter welchen Rollenbedarf abdecken
welche Teams in welchem Projekt belastet sind
welche Projekte dieselben Mitarbeiter beanspruchen
ob eine Überlastung aus einem einzelnen Vorgang, einem Projekt oder mehreren Projekten entsteht
wo freie Kapazität vorhanden ist
Ansicht strukturieren¶
Ziel: Die Ressourcenansicht wird nach einem oder mehreren Merkmalen gegliedert.
So gehen Sie vor:
Öffnen Sie eine Ressourcen- oder Kapazitätsansicht, zum Beispiel Personal, Rollen, Rollenauslastung oder Kapazitätsabgleich Personal.
Klicken Sie auf Start > Gliederung > Struktur.
Wählen Sie die gewünschte Struktur.
Prüfen Sie die neu gegliederte Ansicht.


Rillsoft Project passt die Ansicht automatisch an die gewählte Struktur an.

Eindimensionale Strukturierung¶
Eine eindimensionale Strukturierung gruppiert die Ansicht nach einem Merkmal. Diese Darstellung ist übersichtlich und eignet sich für einfache Auswertungen.
Typische Merkmale:
Personal
Rolle beziehungsweise berufliche Qualifikation
Team
Projekt
Zweidimensionale Strukturierung¶
Eine zweidimensionale Strukturierung kombiniert zwei Merkmale. Dadurch sehen Sie nicht nur die Ressource, sondern auch den fachlichen oder organisatorischen Zusammenhang.
Typische Strukturen:
Personal > Projekt
Team > Personal
Rolle > Personal
Projekt > Personal
Dreidimensionale Strukturierung¶
Eine dreidimensionale Strukturierung kombiniert bis zu drei Merkmale. Diese Sicht ist für komplexe Ressourcen- und Portfolioanalysen gedacht.
Typische Strukturen:
Projekt > Rolle > Personal
Team > Projekt > Personal
Rolle > Team > Personal
Bezug zur Ressourcenplanung¶
In der Ressourcen- und Kapazitätsplanung hilft die Strukturierung vor allem bei der Trennung von Bedarf und Angebot.
Nutzen Sie die Strukturierung, um zu prüfen:
ob der geplante Rollenbedarf vollständig durch Mitarbeiter abgedeckt werden kann
welche beruflichen Qualifikationen knapp sind
welche Mitarbeiter für eine Rolle grundsätzlich infrage kommen
ob Unterdeckung aus einem Projekt oder aus mehreren Projekten entsteht
ob eine Terminverschiebung oder eine andere Zuordnung sinnvoller ist
Bezug zur Personaleinsatzplanung¶
In der Personaleinsatzplanung hilft die Strukturierung bei der konkreten Zuordnung.
Nutzen Sie die Strukturierung, um zu prüfen:
welcher Mitarbeiter in welchem Projekt bereits eingeplant ist
ob eine direkte Mitarbeiterzuordnung zu Überlastung führt
ob ein Mitarbeiter zur geforderten beruflichen Qualifikation passt
ob die geplante Zuordnung auch im Portfolio-Kontext plausibel bleibt
ob ein anderer Mitarbeiter mit gleicher Qualifikation verfügbar ist
Typische Entscheidungssituationen¶
Frage |
Geeignete Struktur |
|---|---|
Welche Projekte belasten einen Mitarbeiter? |
Personal > Projekt |
Welche Mitarbeiter decken eine berufliche Qualifikation ab? |
Rolle > Personal |
Welche Rollen fehlen in einem Projekt? |
Projekt > Rolle > Personal |
Wie verteilt sich die Arbeit im Team? |
Team > Personal |
Welche Teams sind in welchen Projekten belastet? |
Team > Projekt > Personal |
Typische Fehler¶
Überlastung wird nur pro Mitarbeiter betrachtet, ohne Projekt, Rollenbedarf oder Unterdeckung zu prüfen.
Rollenbedarf wird direkt einzelnen Mitarbeitern zugeordnet, ohne verfügbare Alternativen zu vergleichen.
Portfolio-Projekte werden einzeln bewertet, obwohl dieselben Mitarbeiter mehrfach eingeplant sind.
Die Ansicht wird zu tief strukturiert, obwohl eine einfache zweidimensionale Sicht ausreichen würde.